Nacht der Lichter im Münster St. Paul
Im Dazwischen
Nacht der Lichter im Münster St. Paul
„Es gibt diesen einen Tag im September, die Luft ist anders, die Nacht kühler, der Sommer ist vorbei, der Herbst noch nicht da. Etwas geht zu Ende, das Neue aber ist noch nicht greifbar. Es gibt ein Dazwischen.“ Diese Worte führten uns mitten hinein in die Thematik der Nacht der Lichter am 19. September. Wieder waren zahlreiche Besucher:innen der Einladung gefolgt, um das meditative Angebot für Kopf und Sinne zu genießen.
Auch im Alltag vieler Menschen ist diese Zeit im September von Aufbrüchen und Ungewissheiten geprägt, da tut es gut, den Zwischenräumen nachzuspüren, zur Ruhe zu kommen und Gott zu begegnen. Die Kirche war zu diesem Anlass in rotgoldenes Licht getaucht, der Schein von Hunderten von Teelichten erleuchtete den Kirchenraum. Meditative Lieder zum Mitsingen aus der Tradition der ökumenischen Gemeinschaft von Taizé erklangen vom Chor Chorazon unter der Leitung von Leonhard Hell. Kurze Textimpulse, einige Minuten Gebet in der Stille und ein Lichtritus mit Bienenwachskerzen gaben den Besuchenden Raum für Ruhe und Spiritualität.
Doch woher nehmen wir die Zuversicht im Dazwischen und in den Unsicherheiten unserer Tage? Hier findet der Beter in Psalm 121 („Ich erhebe meine Augen zu den Bergen“) wunderbare Worte und Bilder, die uns Menschen auch heute noch berühren. Am Schluss der Andacht nahmen viele Teilnehmende die Möglichkeit wahr, eigene Gebetsanliegen aufzuschreiben und einen persönlichen Segen zu empfangen, ein individuell zugesprochener Wunsch für Gottes Schutz und Begleitung.
Herzlichen Dank an das Vorbereitungsteam und den Chor Corazon für eine inspirierende Andacht!
Gabriele Alf-Dietz
