Fronleichnam in St. Paul –

das ist das Fest vom Leib und Blut Jesu Christi. An diesem Tag drücken wir öffentlich die Überzeugung aus, dass Gott in Brot und Wein unter uns ist. Als sichtbares Zeichen wird die geweihte Hostie in der Monstranz feierlich durch die Straßen getragen.

Dem besonderen Gottesdienst voraus gingen auch in diesem Jahr wieder umfangreiche Vorarbeiten mit vielen Engagierten: Am Vorabend wurden von Hunderten Blüten die Blütenblätter gezupft und nach Farben sortiert. Am nächsten Morgen wurden diese ab 5:30 Uhr im Schwörhof vor dem dort aufgebauten Altar zu einem farbenprächtigen Blütenteppich ausgelegt. „Die Gestaltung ist jedes Jahr anders und hängt vom Predigtthema und den verfügbaren Blüten ab“ – so Patrizia Söll über Konzeption und Motive. In seiner Predigt nach Joh 6,51-58 stellte Pfarrer Jobin George die Bedeutung der Eucharistie in den Mittelpunkt. „Wenn wir das Brot empfangen, dann empfangen wir nicht etwas, sondern jemanden. Eine Beziehung wird gestärkt, eine Gemeinschaft vertieft. Diese Gemeinschaft tragen wir in der Prozession auf die Straßen.“ Und was heißt das für uns? „Was wir empfangen, will sich verwandeln, nicht nur das Brot, sondern auch uns. Wir werden gerufen selbst zu geben: Zeit, Aufmerksamkeit, Vergebung und Hoffnung“ – das ist die soziale Botschaft von Fronleichnam. Wer die Eucharistie empfängt, kann seinen Mitmenschen nicht gleichgültig gegenüberstehen. Ein herzliches Dankeschön geht an Hoffmeister Schnittblumen Ludwigsburg, den Großmarkt Stuttgart und Blumen Schneider Esslingen für die großzügigen Blumenspenden. Allen an der Organisation und Gestaltung Beteiligten des sehr schönen Gottesdienstes gilt unser besonderer Dank!

Gabriele Alf-Dietz