Katholisch in Kerala, Südindien
Beim letzten Themenspaziergang 2025 entführte Pfarrer Jobin George die Teilnehmenden mit einem fesselnden Vortrag in seine Heimat Kerala, Südindien. Wie wird Liturgie dort gefeiert, wie Spiritualität gelebt? Gibt es Gemeinsamkeiten und wo liegen die Unterschiede? Unter dem Dach der Katholischen Weltkirche, so hörten wir gibt es 24 Gemeinschaften mit unterschiedlichen Prägungen, eine davon ist die römisch katholische Kirche mit dem Zentrum Rom.
Wir unterscheiden grundsätzlich westliche, d.h. römische und östliche, d.h. byzantinische Tradition. Die von Apostel Thomas bereits 52 n.Chr. gegründete syro-malabarische Kirche Indiens gehört der östlichen Tradition an. Gemeinsam sind allen diesen 24 Riten der Glauben und die Sakramente; alle Gemeinschaften erkennen den Papst an. Die Unterschiede ergeben sich aus den verschiedenen kulturellen Einflüssen: Hier der lateinische Ritus der wesentlich kürzeren Messfeier, stark westlich und eher rational geprägt, dort der viele längere syro-malabarische Ritus mit eigener Liturgie, vielen Wiederholungen, Gesängen und Prozessionen und der Betonung mystischer Elemente.
Inspirierende Bilder von selbstverständlich gelebtem Glauben in Familie und Öffentlichkeit, der Feier der Sakramente, von Brauchtum an Feiertagen und anderen Traditionen sowie ein von Pfarrer George gesungenes liturgisches Lied schlossen sich an. Ein herzliches Dankeschön für einen sehr interessanten Themenspaziergang.
Der nächste Spaziergang findet am 18. Januar 2026 mit dem Thema „die Krippe von Sebastian Osterrieder“
Gabriele Alf-Dietz
