Taizé-Fahrt der Esslinger Ministranten – ein Teilnehmer berichtet

Bild S. Werner / M. Scheifele

Ich möchte Euch hier von unserer Reise nach Taizé berichten. Am 05.06.2022 ist eine kleine Gruppe von zehn Personen aus den Esslinger Gemeinden St Albertus Magnus, St. Katharina, St. Josef und St. Paul mit zwei kleinen Bussen nach Taizé aufgebrochen. Voller Vorfreude drauf, was uns wohl in der Woche in Taizé erwarten würde, wie das Essen sein wird, wie die anderen Gruppen so sind und ob wir die richtige Wahl der Zelte getroffen hatten.

Als wir in Taizé ankamen, da waren wir noch ein wenig aufgeregt, aber das hat sich sehr schnell gelegt, sobald wir wussten, an welchem religiösen Ort wir uns befanden. Dann haben wir uns in Taizé umgesehen und haben ein paar wichtige Informationen zum Alltag in Taizé bekommen. Anschließend haben wir erfahren, wo wir unsere Zelte aufschlagen durften. Es hatte ein wenig gedauert, bis wir unsere Zelte richtig platziert hatten. Nach dem anstrengenden Tag waren wir alle erleichtert das wir alle einen Schlafplatz für die kommenden Nächte hatten.

Danach ging es zum ersten Abendgebet, wobei die Aufregung wieder stieg, denn wie wird das wohl sein, wenn man die ganze Gebetszeit auf so einem kleinen Holzbänkchen ausharren muss? Im Anschluss ging es auch schon zum ersten Essen in Taizé. Beim Essen ist es so, dass man sich das Essen an einer Essensausgabe abholen muss. Das Essen wird dann entweder auf Bänkchen, dem Boden oder auf Mauern eingenommen.

Es gab jeden Tag drei Gebetszeiten, wo man in sich gehen kann und sich bewusst wird, was denn Gott in dem eigenen Leben für eine Rolle spielt.

Nun gebe ich euch einen Überblick über den Tagesablauf: Um 7:30 Uhr morgens fand die erste Messe statt. Darauf folgte um 8:15Uhr ein Morgengebet mit anschließendem Frühstück. Um 10:00 Uhr gab es Bibeleinführungen mit Austausch in kleinen Bibelgruppen und praktische Mitarbeit, wo man sich eingetragen hat. Zum Beispiel konnte man in der Küche, im Lager oder in der Spülküche helfen. Zur Mittagszeit um 12:20Uhr gab es ein Mittagsgebet, woran sich das Mittagessen anschloss. Um 14:00 Uhr konnte man Taizé-Gesänge üben, das war aber freiwillig. Ab 15:15 Uhr gab es wieder Bibeleinführung, praktisches Mitarbeiten und Thementreffen.

Um 17:00Uhr gab es Tee. Das war für unsere Gruppe immer wieder ein großes Highlight des Tages, weil hier haben wir uns dann immer Tee bei Markus Scheifele und Susanne Werner geholt. Beim Tee konnten wir uns dann immer austauschen was am Nachmittag so gelaufen war. Ebenfalls konnten wir auch alle unbeantworteten Fragen an Markus Scheifele richten, die uns kurz zuvor in den Bibelgruppen gestellt wurden. Als letzte Aktivität des Tages gab es um 17:30 Workshops und Thementreffen, die waren aber auch freiwillig. Um 19:00 Uhr gab es dann Abendessen und dann ein Abendgebet. So verlief dann die ganze Woche.

Am Samstag, den 11.06.2022 gab es dann ein großes Highlight. Wir durften uns mit einem Bruder der Communauté de Taizé (Gemeinschafft von Taizé) im Garten der Brüder zusammensetzen und unsere Fragen an den Bruder stellen. Dazu haben wir dann Tee getrunken. Es hat uns gut gefallen, zu erfahren, was die Brüder außerhalb der Gebetszeiten machen müssen oder für welche sozialen Projekte sie sich in der Welt einsetzen. Außer dem Treffen mit dem Bruder gab es noch zahlreiche weitere interessante und coole Treffen und Gespräche mit den anderen Gruppen oder bei den kleinen gemischten Bibelgruppen.

Dann war es auch schon fast so weit, dass wir unsere letzte Nacht in unseren Zelten schlafen mussten. Am 12.06.2022 mussten wir dann die Zelte wieder abbauen und zusammenpacken, damit wir unser Gepäck in den einzigen Bus packen konnten, der uns noch geblieben war. Denn leider musste uns Markus Scheifele vorzeitig verlassen und die Heimreise antreten. Also haben wir das Gepäck von neun Personen plus die Zelte in den einen Bus gepackt und dann ging es zur Sonntagsmesse in die Kirche. Da haben wir den letzten Gottesdienst miterlebt.

Danach haben wir uns pünktlich um 11:00Uhr auf den Heimweg gemacht, zurück nach Esslingen. Auf der Fahrt haben wir noch mal alle Eindrücke der Woche Revue passieren lassen und ausgelassen Taizé-Lieder gesungen. Um circa 17:30Uhr sind wir dann auf den Parkplatz von St Albertus Magnus eingebogen, wo dann unsere Eltern und Familien gewartet haben.

Es war eine sehr coole Woche und ich, Matthias Jaeckle, kann es nur jedem weiterempfehlen, der mal die Zeit hat, nach Taizé zu fahren. Taizé ist ein Ort, wo man Stille erfahren kann, aber auch coole Begegnungen erlebt.  Es ist ein Kloster und Zeltlager zugleich.

 

Matthias Jaeckle, Ministrant aus St Albertus Magnus